Kennen Sie das? Morgens fühlt sich der BH noch ganz in Ordnung an. Doch je länger der Tag, desto mehr drückt er. Die Bügel bohren sich in die Haut, die Träger schneiden in die Schultern, und am Abend ist der erste Handgriff nach dem Nachhausekommen: BH aus.
Viele Frauen halten das für normal – „ein BH muss eben ein bisschen drücken“. Das stimmt nicht. Ein BH, der richtig sitzt, ist so bequem, dass Sie ihn im Laufe des Tages vergessen. Wenn er schmerzt, hat das fast immer einen dieser fünf Gründe.
1. Die Bügel drücken
Bügel-BHs sollen die Brust formen und stützen. Das funktioniert aber nur, wenn der Bügel exakt der Form Ihrer Brust folgt. Verändert sich die Brust – durch Gewichtsschwankungen, Hormone oder einfach mit den Jahren –, passt der Bügel nicht mehr. Er liegt dann auf dem Brustgewebe statt darunter, drückt seitlich unter die Achseln oder sticht vorn ins Brustbein.
Gerade ab 50 wird das Brustgewebe weicher und verteilt sich anders. Ein starrer Metallbügel kann diese Veränderung nicht mitmachen – ein bügelloser BH aus dehnbarem Material schon.
2. Die Träger schneiden ein
Rote Striemen auf den Schultern sind ein klares Warnsignal: Die Träger tragen zu viel Gewicht. Eigentlich sollte das Unterbrustband rund 80 Prozent der Stützarbeit übernehmen und die Träger nur den Rest. Ist das Band zu weit oder zu schwach, hängt alles an den Schultern – und die schmalen Träger graben sich ein.
Die Folge sind nicht nur Abdrücke, sondern oft auch Verspannungen im Nacken und Kopfschmerzen.
3. Der Rücken und die Haltung leiden
Wenn die Brust nicht gut gestützt wird, zieht ihr Gewicht die Schultern nach vorn. Man sitzt und steht leicht gebeugt, ohne es zu merken. Über Stunden wird das zur Belastung für den oberen Rücken und die Halswirbelsäule.
Ein BH mit breitem Rückenteil und stützender Konstruktion wirkt dem entgegen: Er verteilt das Gewicht gleichmäßig und führt die Schultern sanft zurück. Viele Frauen merken schon nach wenigen Tagen, dass sich Rücken und Nacken entspannen.
4. Das Band rutscht hoch
Wandert das Rückenband im Laufe des Tages nach oben, ist es zu weit. Die Brust verliert dadurch nach vorn ihren Halt, und die Träger müssen noch mehr leisten. Ein hochrutschendes Band ist einer der häufigsten Gründe für Schulterschmerzen – und gleichzeitig einer der am leichtesten zu behebenden.
5. Das Material lässt die Haut nicht atmen
Synthetische Spitze, harte Nähte und dicke Polster können auf der Haut scheuern und im Sommer für Hitzestau sorgen. Gerade empfindliche Haut reagiert darauf mit Rötungen. Nahtlose, atmungsaktive Materialien sind hier deutlich angenehmer.
Was wirklich hilft
- Weg vom Bügel: Ein bügelloser BH mit stützenden Zonen gibt Halt, ohne zu drücken – und passt sich Veränderungen der Brust an.
- Breite, gepolsterte Träger: Sie verteilen das Gewicht, statt einzuschneiden.
- Ein stabiles, breites Unterbrustband: Es übernimmt den Großteil der Stützarbeit und entlastet die Schultern.
- Nahtloses, atmungsaktives Material: Nichts scheuert, nichts zeichnet sich ab.
- Die richtige Größe: Viele Frauen tragen seit Jahren dieselbe Größe – obwohl sich ihr Körper verändert hat. Unser Ratgeber zur richtigen BH-Größe hilft Ihnen beim Nachmessen.
Unser Tipp: Machen Sie den Abend-Test: Wenn Sie nach dem Ausziehen rote Abdrücke an Schultern, unter der Brust oder am Rücken sehen, passt Ihr BH nicht richtig – ganz egal, was auf dem Etikett steht.
Unsere Empfehlung
Genau für diese Probleme haben wir den Wohlfühl-BH ausgewählt: bügellos, nahtlos und mit sanftem, aber spürbarem Halt. Viele unserer Kundinnen sagen, es sei der erste BH, den sie abends nicht sofort ausziehen wollen.
Wer zusätzlich etwas für die Haltung tun möchte, ist mit dem OrthoFit BH gut beraten: Seine breiten Träger und das stützende Rückenteil entlasten Nacken und Rücken spürbar.